Der Effekt Der Magier lässt vier Zuschauer jeweils eine Karte aus einem Kartenspiel ziehen. Die Zuschauer prägen sich ihre Karten ein und können sie optional markieren. Im Anschluss nimmt der Magier zwölf weitere Karten aus dem Kartenspiel und legt die insgesamt 16 Karten verdeckt vor sich aus.
Nun stecken die Zuschauer ihre markierten Karten offen sichtbar an beliebiger Stelle zwischen die ausgelegten Karten. Anschließend nimmt der Magier den Kartenstapel auf und lässt ihn von einem Zuschauer gründlich mischen.
Daraufhin breitet der Magier den Stapel erneut verdeckt aus und zeigt, dass genau vier Karten offen liegen – nämlich die der Zuschauer. Er nimmt den Stapel wieder auf und erklärt, dass er nun „mehr Chaos“ erzeugen möchte. Dazu zieht er nach und nach einzelne Karten vom Stapel und legt sie ab – abwechselnd offen (gedreht) und verdeckt, bis alle Karten abgelegt sind.
Anschließend zeigt er erneut, dass die Karten nun unterschiedlich orientiert sind: einige liegen offen, andere verdeckt. Doch ihm reicht die Unordnung immer noch nicht. Er nimmt die Karten wieder auf und zieht nun jeweils zwei Karten gleichzeitig ab. Der Zuschauer darf jeweils entscheiden, ob die beiden Karten gedreht oder ungeändert abgelegt werden sollen. Dies wird fortgesetzt, bis der Stapel wieder abgelegt ist.
Jetzt legt der Magier die Karten in vier Reihen zu je vier Karten offen aus und zeigt, dass sich der Kartenstapel völlig durcheinander befindet.
Die Zuschauer dürfen nun bestimmen, welche Reihe oder Spalte auf eine benachbarte Reihe oder Spalte „geklappt“ werden soll – von innen nach außen, von außen nach innen, oben, unten, links oder rechts. Dieser Prozess wird wiederholt, bis nur noch zwei Kartenpäckchen übrig bleiben.
Zum Schluss bestimmen die Zuschauer, welches Päckchen auf welches gelegt wird. Der Magier vollführt eine magische Geste, breitet die Karten aus – und die einzigen vier Karten, die nun mit der Bildseite nach oben liegen, sind die gezogenen Karten der Zuschauer (bzw. markierten Karten).
Der Effekt ist verblüffend, da alle Zuschauer überzeugt sind, der Kartenstapel sei mehrfach und komplett durcheinandergebracht worden.
Die Routine
Dieser Trick erfordert keinerlei Fingerfertigkeit. Die wesentlichen Schritte sind im Effekt bereits enthalten; es gibt jedoch einige wichtige Details:
Ausgangssituation
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Der Trick funktioniert mit beliebig vielen Zuschauer-Karten (1–4).
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Es müssen jedoch immer insgesamt 16 Karten verwendet werden.
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1 Karte gezogen → 15 nachziehen
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2 Karten gezogen → 14 nachziehen
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3 Karten gezogen → 13 nachziehen
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4 Karten gezogen → 12 nachziehen
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Nach dem Mischen muss überprüft werden,
ob ausschließlich die Zuschauer-Karten offen liegen (darf offen gezeigt werden).
Schritt 1 – Einzelkarten drehen
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Karten einzeln abziehen
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Abwechselnd drehen:
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Karte drehen, 2. nicht drehen, 3. drehen, usw.
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Karten ausbreiten und scheinbar „mehr Chaos“ zeigen
Schritt 2 – Doppelkarten drehen
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Immer zwei Karten gleichzeitig abziehen
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Zuschauer entscheidet: drehen oder nicht
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Bis Stapel aufgebraucht
Schritt 3 – Auslegen in Reihen
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Vier Reihen zu je vier Karten
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Reihen abwechselnd auffüllen:
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Reihe 1 von links nach rechts
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Reihe 2 von rechts nach links
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Reihe 3 von links nach rechts
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Reihe 4 von rechts nach links
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Ergebnis ähnelt einem spiegelverkehrten „S“
Schritt 4 – Reihen und Spalten klappen
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Zuschauer wählen beliebige Reihen oder Spalten
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Diese werden auf benachbarte Reihen/Spalten gelegt
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Weiter so, bis nur zwei Päckchen übrig bleiben
Schritt 5 – Finale Zusammenlegung
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Zuschauer bestimmen, welches Päckchen auf welches gelegt wird
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Wichtig:
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Liegt oben eine aufgedeckte Karte, muss der Stapel ggf. komplett gedreht werden
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Ausnahme: Eine der gezogenen Karten liegt sichtbar oben
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Ergebnis
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Bei korrektem Vorgehen: Nur die gezogenen Karten liegen offen
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Sollte sich das Bild „umdrehen“, also andere Karten offen liegen, sind dafür die Zuschauer-Karten die einzigen verdeckten – auch das kann der Magier elegant als „magische Wendung“ präsentieren.
